| Konzept
für das Projekt
Katholische Kirche in
der Innenstadt
Göttingens
Träger:
Das Projekt ‚Kirche in der
Innenstadt' ist
eine Initiative der Einrichtungen der Katholischen Kirche im
unmittelbaren
räumlichen Umfeld rund um den Kirchturm von St. Michael.
Beteiligte:
Pfarrgemeinde St. Michael und
City-Pastoral,
Katholische Hochschul- gemeinde, Beratungsstelle Mensch und Arbeit,
Ehe-,
Familien- und Lebensberatungsstelle, Bezirksstelle der katholischen
Jugend,
Bonus- Freiwilligenzentrum, Clearingstelle des Caritasverbandes,
Jesuiten-Kommunität,
Buchhandlung Hertel, Dechant Hübner als Mitinitiator und Vertreter
des Dekanates, Kolpingsfamilie.
Für den Entwicklungsprozeß
steht
Udo Schnieders zur Verfügung.
Hintergrund:
Zeitgleiche Überlegung im Klerus
des Dekanates
zur pastoralen Schwer- punktsetzung, zum Ausbau der Citypastoral in der
Kirchengemeinde
St. Michael und zur Neukonzeption der
Hochschulpastoral
in der Katholi- schen Hochschulgemeinde führten zu der folgenden
Projektidee,
die allen Beteiligten der kirchlichen Einrichtungen rund um St. Michael
am 15.6.01 vorgestellt und von diesen begrüßt wurde.
Ziel:
Ziel ist es, die Präsenz
kirchlicher Einrich-tungen
und die vorhandene Bausubstanz (siehe Plan)
am
südlichen Rand der Göttinger Fußgängerzone rund um
die Kirche St. Michael in einem mehrphasigen Prozess gezielt zu einem
das
Leben in der Innenstadt prägenden Zentrum kirchlichen Lebens und
Wirkens
zu entwickeln.
Das vielfältige synergetische
Zusammenwirken
des Spektrums kirchlicher Präsens soll dabei im Erscheinungsbild
der
Innenstadt auch durch die architektonische Gestaltung als ein Quartier
mit einem eindeutigen Namen Ausdruck finden. Hierfür spricht auch
die Marketinginitiative von "Pro City", Teile der Innenstadt nach den
Kirchen
zu benennen, z.B. Michaelsviertel, Johannisviertel, usw.
Im Zuge dieses Prozesses war zum
einen zu prüfen,
ob nicht noch weitere kirchliche Einrichtungen, wie etwa der
Caritasverband,
gezielt angesiedelt werden sollten und könnten.
Zum anderen zeichneten sich neue
Schwerpunkte
heraus, wie zum Beispiel aus Sicht der Hochschulpastoral ein ‚Forum
Kirche
und Wissenschaft', bzw. ‚Forum Glaube und Wissenschaft' auf dem Level
der
Akademiearbeit.
Projektziel ist ein in sich stark
vernetztes
Zusammenwirken der nach wie vor eigenständigen kirchlichen
Einrichtungen,
das das gesamte Spektrum der city- und stadtpastoralen Angebote
für
die städtische Öffentlichkeit unter einem Label wahrnehmbar
macht
und im Stadtbild angemessen verortet.
Philosophie:
Die ‚Projektphilosophie' geht davon
aus, dass
ein solches Ziel auf Dauer nur dann verwirklicht werden kann, wenn die
Vielfalt der eigenständigen Einrichtungen nicht nur bestehen
bleibt,
sondern diese im Zusammenspiel gestärkt und profiliert werden:
"Keiner
frisst keinen!" und "Miteinander ist jeder einzelne
stärker!".
Dies kann nur in einem gemeinsamen
Entwicklungs-
und Zielfindungsprozess geschehen. Um stadtprägende Wirkung zu
erzielen,
ist es erforderlich, einen intensiven Kontakt zu pflegen mit den
städtischen
und gesellschaftlichen Initiativen, die das Leben in der Innenstadt
prägen
und gestalten.
Die beteiligten Einrichtungen haben
sich auf
einen freiwilligen, kontinuierli- chen und gleichberechtigten Prozess
verständigt,
der neben der Realisierung der Ziele auch als Prozess der
Vertrauensbildung
verstanden und genutzt werden soll.
Verlauf:
1. Phase: Erhebung (ca. 18 Monate)
Erhebung der je eigenen Erwartungen,
Befürchtungen
und materiellen und immateriellen Bedürfnisse der einbezogenen
innerkirchlichen
Einrichtungen mit ihren Gremien und anschließendem gemeinsamem
Ziel-
und Leit- bildfindungsprozess. Erhebung des nichtkirchlichen Umfeldes.
2. Phase: Planung (ca. 6- 12 Monate)
Auf dieser Grundlage differenzierte
Planung
des Entwicklungsprozesses bis hin zur Realisierung -
einschließlich
der Entwicklung der Gebäudesubstanz und der Finanzplanung.
Erarbeiten eines Konzepts zur kurz-,
mittel
und langfristigen Realisierung.
3. Phase: Realisierung (mittelfristig
bis zu
3 Jahre)
Ein dynamisches Vorgehen, in welchem die
Phasen
des Verlaufs neben- einander und die Ziele in unabhängigen, aber
koordinierten
Einzelprojekten verfolgt werden, erweist sich z.Zt. als sinnvoller und
realistischer als ein parallel verlaufender Realisierungsprozess eines
Gesamtprojektes.
Management:
Das Projekt bedarf eines
qualifizierten und
kontinuierlichen Managements, z.Zt. liegt die Moderation der
Plenumstreffen,
ca. alle drei Monate und die Koordination von Arbeitsgruppen in den
Händen
von Herrn Udo Schnieders.
Sachstand:
Nach 14 Monaten stellt sich der
Sachstand wie
folgt dar:
- Es hat vier Treffen der
Initiativgruppe gegeben.
- Die Projektidee wurde in den
Gremien
der Institutionen
erörtert und befürwortet.
- Die Projektvorstellung auf dem
"Dies" (13.02.
und 13.03.02) ergab nach z.T. kontroverser Diskussion ein einstimmiges
Abstimmungsergebnis zugunsten des "Michaels-Viertel" bei zwei
Enthaltungen.
Wesentlicher Konsens bei allen "Dies"-Mitgliedern: Es muß ein
nachvollziehbarer
Nutzen für alle katholischen Gemeinden und Einrichtungen in
Göttingen
geschaffen und sichtbar gemacht werden.
- Der Versuch einer großen
Lösung mit
einer Beteiligung des Caritasverbandes im oben skizzierten Sinne ist
z.Zt.
nicht mehr im Blick, da der Verband sich für den Ausbau der
Räumlichkeiten
in der Godehard Str. entschieden hat.
- Die Grundlage für die
Planungsphasen in Einzelbereichen
sind gelegt, z.Zt. nehmen Arbeitsgruppen ihre Arbeit auf, um der
Initiativgruppe
zuzuarbeiten, z. B. AG Öffentlichkeitsarbeit, AG Leitbild, AG
Psycho-
soziale Arbeit, AG Synergieeffekte.
- Es wurde ein Konzept zur
Optimierung
des Areals
um die Kirche St. Michael erarbeitet.
Bausteine:
Die folgenden Module sind z. Zt. in
Arbeit:
- Synergieeffekte schaffen:
Erreichbarkeit über
Telefon erleichtern, Ansprechbarkeit, Verweisungswesen,
- 'Geistlich-spirituelles Zentrum'
als
niedrigschwelliges
Angebot für Menschen, die im Vorraum zu kirchlichem Engagement
Spiritualität
leben und pflegen möchten (auch als Ort sichtbarer Bündelung
der personalen Kompetenzen im Dekanat)
- Raumbedarf der einzelnen
Einrichtungen erheben
und gemäß den Anforderungen der Einzelnen und der Vernetzung
neu strukturieren und erweitern
- Areal optimieren i. S. v.
abrunden
und die bestehende
Infrastruktur und die vorhandenen Einrichtungen räumlich und
inhaltlich
vernetzen.
Für die Optimierung ist ein
architektonisches
Gesamtkonzept zu erstellen, das eine schrittweise Realisierung
ermöglicht:
Module für die baulichen
Veränderungen:
1. Durchgang zum Innenhof von der
Kurzen Straße:
Angestrebt ist eine architektonische
Verbindung
zwischen Kirche und Katholischer Hochschulgemeinde, angedacht ist eine
in die Fußgängerzone hineinreichende Glasüberdachung
als
Portal mit einheitlichen, beleuchteten Werbeflächen.
2. Innenhof St. Michael:
Eingangsecke zum Gemeindezentrum wirkt
zu
dunkel. Neugestaltung im Sinne des Gesamtkonzeptes, insbesondere im
Anklang
an den neuen Eingang zum Pfarrhaus ist notwendig.
3. Durchgang zum Gelben Haus und den
Gebäuden
Turmstrasse:
Wünschenswert ist eine weitere
Glaskonstruktion,
die das Eingangsportal wiederholt.
4. Bisheriger Parkplatz:
Eine Verlegung des Parkplatzes ist
notwendig.
Der bisherige Kirchgarten kann bei einer Verlegung der Zufahrt mehr
Autos
aufnehmen als der bisherige Parkplatz. (Dies ist dringend notwendig!)
Der
"neue" zweite Innenhof soll begrünt und zum Ort der Begegnung und
Kommunikation werden.
5. Umbau des Pfarramtes und der
angrenzenden
Gebäude des Bistums:
Der bisherige Hintereingang des
Pfarramtes
soll zum Haupteingang des Pfarramtes werden. Dieser Eingangsbereich
sollte
sehr offen wirken.
6. 1. OG Turmstrasse 5:
Der Zugang zum 1. OG Turmstrasse 5 muss
separat
durch einen eigenen Eingang erfolgen. Die Nutzung dieser
Räumlichkeiten
wird der Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Aussicht gestellt.
7. Kauf einer kleinen
Grundstücksparzelle:
Um den Zugang zum 1.OG Turmstrasse zu
ermöglichen
sollte eine kleine Grundstücksparzelle erworben werden
8. Turmstrasse
Die Mauer muss dringend erneuert werden.
Dabei
sollte die Idee der Parkplatzverlegung und einer damit veränderten
Zufahrt zum Parkplatz Berücksichtigung finden. Hierbei sollen auch
die Notwendigkeiten des Mittagstisches Berücksichtung finden.
Göttingen, den 2.10.02
Zum Seitenanfang 
|